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Verkauf von Mauerstücken für die "Medizinhilfe DDR"

INFORMATIONEN ZUM OBJEKT
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Details

11. November bis 11. Dezember 1989
Berlin, Nähe Potsdamer Platz
Urheber: Jürgen Kronenberg

Lizenztyp: Creative Commons License

Abgebildet

Berliner Mauer (West), Gitter, Handgemachtes Medium, Kamera, Kritik, Mauerdurchbruch, Mauerspruch, Mehrere Personen, Meißelspuren, Plakat, Souvenir, Souvenirhandel, Stahleinlage

Orte

Potsdamer Platz

Text im Bild

[Krämerseelen am Todesstreifen? / Das Symbol für Unfreiheit ver- / hökern? Stößt Sie das ab? / Dann: Steine nicht kaufen, sondern / gegen eine Spende tauschen! / Wir wollen die Mauer in anderer Form / jenen zurückgeben, die mit / "Blut und Schweiß und Tränen" und / Entbehrung dafür bezahlt haben, / und es immer noch tun. / Für jede Spende: symbolisch ein Stein / Wir bringen Medizinbedarfsartikel zur / Poliklinik O. Weidenbach, Teltow, zu / unseren direkten Nachbarn, zu unsern / "Brüdern und Schwestern" wie es in den / Sonntagsreden heißt. / Es fehlt an allem (sogar Stethoskope) / Möchten Sie zu einem Arzt der OP-Hand- / schuhe auswäscht, Kanülen nachschleift / und dem Ultraschallgerät und Medikamente / fehlen? Würden Sie das Ihren / Geschwistern zumuten? / Sie tun es bereits!]

Medizinhilfe / DDR

[Tausche: 1 Mauer gegen 1 bessere Medizin / Hier: Überfluss - 10 km weiter: Mangel / an / Medizinbedarfsartikel (Einwegspritzen, Kanülen / OP-Handschuhe, bestimmte Medikamente) / Wir hämmern: für Polikliniken in Potsdam und / Leipzig / Unterstützen Sie uns! Mit einer Spende von mind. / 1 Mark = 1 Stein (symbolisch)]

[...] / die Maue[r f]ängt an zu lachen

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Original-Bildunterschrift

"Es ist ein fröhliches und entspanntes Treiben in diesen Wochen an der Mauer. Obwohl verboten, kann keiner widerstehen, Mauerstückchen zu 'meißeln'. Händler verkaufen Mauerstückchen oder vermieten Hämmer. Selbst eine Initiative 'Medizinhilfe' sammelt auf diese Weise Geld für Medikamente in der DDR."