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Ausstellungsthema: Protest und Flucht: Demonstration in Potsdam [19/56]

INFORMATIONEN ZUM OBJEKT
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Details

4. November 1989
Potsdam
Urheber: Eva Kowalski

Lizenztyp: Creative Commons License

Fast zeitgleich mit der Alexanderplatz-Demonstration in Ost-Berlin findet am 4. November 1989 in Potsdam die "erste offizielle Protestdemonstration [statt], [...] im Verhältnis zur Einwohnerzahl eine der größten Demonstrationen in DDR-Großstädten an diesem Tag" (Grabner, Röder, Wernicke (Hrsg.): Potsdam 1945-1989). Der Demonstrationszug marschiert vom Platz der Nationen (heute Luisenplatz) über die Wilhelm-Külz-Straße (heute Breite Straße) und den Platz der Einheit, vorbei an der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR in der Hegelallee zurück zum Ausgangspunkt.

Abgebildet

Demonstration, Kind, Menschenmenge, Protestschild, Straßenpflaster, Transparent (Spruchband)

Orte

Potsdam

Text im Bild

Freie [...]

Stadt[...]

Gewalt / Freie / Zone

Argus / drück[...] kein Auge zu!

Alle Bilder des Albums

Am Ende waren es die Menschen in der DDR selbst, die das SED-Regime zum Einsturz brachten. Vom Sommer 1989 an versuchten tausende DDR-Bürger über die ungarisch-österreichische Grenze und über die bundesdeutschen Botschaften in Budapest, Prag und Warschau in den Westen zu fliehen. Im Land schlossen sich immer mehr Menschen den Forderungen der Bürgerbewegungen nach freien Wahlen, nach Presse- und Reisefreiheit an, trotz der Angst vor staatlicher Repression. Im Oktober erfassten die Massenproteste mit hunderttausenden von Demonstranten das ganze Land. Und mit dem Bewusstsein, dass ihr Protest nicht mehr aufzuhalten war, wuchs auch das Bedürfnis, ihn im Bild zu dokumentieren.

Original-Bildunterschrift

"Am 4. November fanden in Berlin und Potsdam die großen Kundgebungen statt, zu denen Künstler, Intellektuelle und Schriftsteller aufgerufen hatten. Die Demonstrationen waren getragen von der Hoffnung auf Veränderungen, plötzlich gewachsenem Mut und einem großen Gemeinschaftsgefühl."