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Ausstellungsthema: Protest und Flucht: Kundgebung zum Warnstreik gegen den Machterhalt der SED-PDS [30/56]

INFORMATIONEN ZUM OBJEKT
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Details

15. Januar 1990
Jena, Eichplatz
Urheber: Jörg Auweiler

Lizenztyp: Keine Creative Commons

Kundgebung zum Warnstreik gegen den Machterhalt der SED-PDS auf dem Eichplatz, links im Hintergrund die Stadtkirche St. Michael, rechts das Rathaus.

Abgebildet

Bauwerk, Demonstration, Menschenmenge, Platz, Protestschild, Rathaus, Transparent (Spruchband)

Orte

Jena, Stadtkirche St. Michael (Jena)

Alle Bilder des Albums

Am Ende waren es die Menschen in der DDR selbst, die das SED-Regime zum Einsturz brachten. Vom Sommer 1989 an versuchten tausende DDR-Bürger über die ungarisch-österreichische Grenze und über die bundesdeutschen Botschaften in Budapest, Prag und Warschau in den Westen zu fliehen. Im Land schlossen sich immer mehr Menschen den Forderungen der Bürgerbewegungen nach freien Wahlen, nach Presse- und Reisefreiheit an, trotz der Angst vor staatlicher Repression. Im Oktober erfassten die Massenproteste mit hunderttausenden von Demonstranten das ganze Land. Und mit dem Bewusstsein, dass ihr Protest nicht mehr aufzuhalten war, wuchs auch das Bedürfnis, ihn im Bild zu dokumentieren.

Original-Bildunterschrift

"Diese Demonstration mit anschließender Kundgebung fand am 15. Januar 1990 unter dem Aufruf 'Warnstreik' statt. 30 000 Personen (fast die gesamte Belegschaft aller Jenaer Großbetriebe) nahmen daran teil. Nach der Demonstration um die Jenaer Altstadt versammelten sich die Teilnehmer auf dem Zentralen Platz (heute Eichplatz) in Jena. Anlass des Warnstreiks war das befürchtete Erstarken alter DDR-Strukturen im Erneuerungsprozess."